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13.12.2018 Trauer um Sylvia Geszty
Zugewandt und nahbar
Die Staatsoper Stuttgart trauert um Sylvia Geszty. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses verneigen sich vor dem langjährigen Ensemblemitglied der Staatsoper, der Jahrhundert-Sängerin, der legendären Koloratursopranistin, der Hochschulprofessorin – und v.a. einer warmherzigen und immer kollegialen Künstlerin.

Intendant Viktor Schoner über Sylvia Geszty: „Bei allen internationalen Erfolgen: Ihre Basis war immer die Staatsoper Stuttgart. Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Ensemble blieb Sylvia Geszty dem Haus immer eng verbunden. Als sagenhaft sind ihre Auftritte ins kollektive Gedächtnis des Ensembles eingebrannt – und doch war sie immer eine zugewandte und nahbare Kollegin.“
Geboren wurde Sylvia Geszty 1934 in Budapest. Über ihre Kindheit sagte sie in einem Interview: „Ich habe immer nur gesungen. Wie Essen und Trinken war das völlig selbstverständlich.“ Nach dem Abitur studierte sie an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, es folgten ab 1961 die ersten großen Erfolge an den Opernhäusern in Budapest und Ost-Berlin: Rollen wie die Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos) oder die Titelrolle in Lucia di Lammermoor zeigten schnell, dass das Koloraturfach ihre große Berufung sein sollte. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Intendanten der Komischen Oper Walter Felsenstein sollte sich als prägend für die junge Sängerin erweisen. 1966 wurde ihr der Kunstpreis der DDR verliehen, 1968 wurde sie zur Berliner Kammersängerin ernannt. Erste internationale Erfolge führten sie bereits zu dieser Zeit u.a. nach London, Salzburg und München.
1970 übersiedelte sie nach Westdeutschland und wurde Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart, wo sie als Rosina in Il barbiere di Siviglia debütierte. Es folgten Auftritte u.a. als Zerbinetta, Mimì (La Bohème in der legendären Inszenierung von Götz Friedrich), Lucia di Lammermoor, Konstanze (Die Entführung aus dem Serail). Weitere Auftritte führten sie an die Opernhäuser und Festivals in Hamburg, Paris, Brüssel, Moskau, Amsterdam, London, Buenos Aires, Los Angeles, Edinburgh und Wien. Eine besondere Zuneigung hegte Sylvia Geszty für das Operettenfach, dem sie sich in zahlreichen Schallplatteneinspielungen, Fernseh- und Hörfunksendungen widmete. 22 Jahre lang war sie außerdem als Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart tätig. Sylvia Geszty war eine einfühlsame Pädagogin, die ihr Wissen ohne „einengendes Schubladendenken“ weitergab. Von 1988 bis 2002 initiierte sie außerdem den Internationalen Koloratur-Gesangswettbewerb „Sylvia Geszty“.
Am 15. Dezember verstarb Sylvia Geszty 84-jährig in Stuttgart.
Geboren wurde Sylvia Geszty 1934 in Budapest. Über ihre Kindheit sagte sie in einem Interview: „Ich habe immer nur gesungen. Wie Essen und Trinken war das völlig selbstverständlich.“ Nach dem Abitur studierte sie an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, es folgten ab 1961 die ersten großen Erfolge an den Opernhäusern in Budapest und Ost-Berlin: Rollen wie die Königin der Nacht (Die Zauberflöte), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos) oder die Titelrolle in Lucia di Lammermoor zeigten schnell, dass das Koloraturfach ihre große Berufung sein sollte. Besonders die Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Intendanten der Komischen Oper Walter Felsenstein sollte sich als prägend für die junge Sängerin erweisen. 1966 wurde ihr der Kunstpreis der DDR verliehen, 1968 wurde sie zur Berliner Kammersängerin ernannt. Erste internationale Erfolge führten sie bereits zu dieser Zeit u.a. nach London, Salzburg und München.
1970 übersiedelte sie nach Westdeutschland und wurde Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart, wo sie als Rosina in Il barbiere di Siviglia debütierte. Es folgten Auftritte u.a. als Zerbinetta, Mimì (La Bohème in der legendären Inszenierung von Götz Friedrich), Lucia di Lammermoor, Konstanze (Die Entführung aus dem Serail). Weitere Auftritte führten sie an die Opernhäuser und Festivals in Hamburg, Paris, Brüssel, Moskau, Amsterdam, London, Buenos Aires, Los Angeles, Edinburgh und Wien. Eine besondere Zuneigung hegte Sylvia Geszty für das Operettenfach, dem sie sich in zahlreichen Schallplatteneinspielungen, Fernseh- und Hörfunksendungen widmete. 22 Jahre lang war sie außerdem als Professorin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart tätig. Sylvia Geszty war eine einfühlsame Pädagogin, die ihr Wissen ohne „einengendes Schubladendenken“ weitergab. Von 1988 bis 2002 initiierte sie außerdem den Internationalen Koloratur-Gesangswettbewerb „Sylvia Geszty“.
Am 15. Dezember verstarb Sylvia Geszty 84-jährig in Stuttgart.